Dresdener Ring 72, 61130 Nidderau

Ausgabe 3/2026


EDITORIAL

Sport- und Kulturzentrum Willi Salzmann: Es bewegt sich etwas

Liebe Mitglieder, liebe Leser,

die Rahmenbedingungen für die Vereine in Nidderau werden schwieriger. Die angespannte finanzielle Situation der Stadt zwingt zu Einsparungen und auch für den TV Windecken bedeutet das: Die kommenden Jahre werden nicht einfacher. Gleichzeitig gibt es bei einem für unseren Verein besonders wichtigen Zukunftsthema Grund zur Zuversicht: Beim geplanten Sport- und Kulturzentrum Willi Salzmann (SKWS) hat sich etwas bewegt.

Der TV Windecken hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass die bestehende Hallensituation für uns langfristig nicht ausreicht. Besonders im Leistungsturnen fehlen geeignete Trainingsmöglichkeiten. Aber auch andere Sparten benötigen zusätzliche Flächen, um die Angebote aufrechtzuhalten und weiterzuentwickeln sowie Talente zu halten.

Die Idee des SKWS geht weit über eine reine Erweiterung der bisherigen Willi-Salzmann-Halle hinaus. Ziel ist eine zukunftsfähige Lösung, bei der zusätzliche Trainings- und Bewegungsräume entstehen und gleichzeitig die bisherige kulturelle Nutzung erhalten bleibt. Damit könnte nicht nur der TVW seine Hallensituation verbessern. Frei werdende Hallenzeiten an anderer Stelle sollten künftig auch anderen Nidderauer Vereinen zugutekommen.

Ein wichtiger Schritt ist inzwischen getan: Die städtischen Gremien haben sich grundsätzlich mit der Idee beschäftigt. Die Stadtverwaltung soll jetzt gemeinsam mit dem TV Windecken verschiedene Möglichkeiten untersuchen, wie das SKWS oder allgemein ein TVW Sportzentrum realisiert werden könnte. Vom An- und Umbau der bestehenden Halle über ein eigenständiges Gebäude am Standort bis hin zu einem möglichen Neubau, auch an anderer Stelle, soll nun ergebnisoffen die beste Lösung gesucht werden. Das bedeutet noch nicht, dass der Bau des SKWS beschlossen ist. Aber wir können weiterplanen und gemeinsam mit der Stadt nach einer tragfähigen Lösung suchen. Genau diese Möglichkeit war ein wesentlicher Schritt, den wir erreichen wollten.

Dabei ist klar, dass die finanzielle Situation der Stadt die Rahmenbedingungen verändert. Nidderau muss für den kommenden Haushalt erhebliche Einsparungen vornehmen. Im Etat 2027 fehlt ein Millionenbetrag. Das beschlossene Maßnahmenpaket soll einen Teil dieser Lücke schließen; gleichzeitig werden unter anderem Vereinsförderung, Kultur, Veranstaltungen und weitere freiwillige Leistungen voraussichtlich wegfallen oder reduziert werden.

Für den TVW heißt das: Wir können uns bei unserer Entwicklung nicht darauf verlassen, dass die Stadt die notwendigen Investitionen übernimmt. Genau deshalb verfolgen wir seit nunmehr einem Jahr den außergewöhnlichen Weg, dass der TV Windecken einen wesentlichen Teil beziehungsweise das gesamte Projekt selbst tragen könnte. Unsere Arbeitsgruppen zur Akquise von Fördergeldern stehen, freuen sich jedoch über jeden, der bereit ist, dort mitzuwirken.

Entscheidend ist nun, eine realistische, finanzierbare und langfristig tragfähige Lösung zu konzipieren, die den sportlichen Bedürfnissen des TVW entspricht und gleichzeitig das Interesse an einer kulturellen Begegnungsstätte in Windecken berücksichtigt. Die nächsten Schritte werden deshalb von Gesprächen, Planungen und der Suche nach einem tragfähigen Modell geprägt sein. Eigentum, Finanzierung, Nutzung, Gastronomie, Parkplätze und die Einbindung der bisherigen Nutzer müssen betrachtet werden.

Der Weg zum SKWS ist noch nicht abgeschlossen. Doch erstmals seit langer Zeit gibt es eine konkrete Perspektive, gemeinsam mit der Stadt unseren seit Jahrzehnten gehegten Wunsch nach einem eigenen Sportzentrum zu verwirklichen. Für die sportliche Zukunft des TV Windecken ist im positiven Sinne etwas in Bewegung geraten.

Herzliche Grüße,
das Redaktionsteam





Susis Oldies suchen wieder „Nachwuchs“
Franz Hildebrandt
Ein älteres Paar umarmt sich lächelnd und tanzt in einer Sporthalle. Ihre Kleidung ist hell und farbenfroh.

Schon seit vielen Jahren bietet Tanzlehrerin Susi Reul jeden Mittwoch von 10.30 bis 11.30 Uhr allen begeisterten Tänzern der Generation über 60 Jahren Übungsstunden in der Willi-Salzmann-Halle an.
Geübt werden die Grundfiguren der Tänze langsamer und Wiener Walzer, Foxtrott, Slowfox, Cha-Cha-Cha, Rumba und auch Tango sowie Discofox und Salsa. Da die gemeinsame Freude am Tanzen immer im Vordergrund steht, hilft Susi mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen den Tanzpaaren bei der Ausübung ihres gemeinsamen Hobbys.
Die Tanzpaare bringen in der Regel schon etwas Tanzerfahrung mit, die aber nicht unbedingt vorausgesetzt wird. Wichtig ist in erster Linie die Freude am gemeinsamen Tanzen mit dem Partner.
Schnupperstunden sind nach Voranmeldung jederzeit möglich. Die Anmeldung hierzu erfolgt unter tanzen@tv-windecken.de oder über die Geschäftsstelle.

 

 

Susis Oldies

Bei Susi Reul am Mittwochvormittag
da treffen sich ganz ohne Plag
Senioren gern, das Tanzbein froh zu schwingen:
Es freut uns, wenn dabei gelingen
die Grundfiguren vieler Standardtänze,
die wir vergaßen nicht zur Gänze.
Der Spaß und die Tanzerfahrung haben uns hierher gebracht,
weil Tanzen einfach Freude macht.
Doch auch Ungeübte dürfen gerne kommen:
Von Susi werden sie gut aufgenommen!
Die Truppe tanzt mit Spaß als großes Ziel,
Ehrgeiz ist da, doch nicht zu viel.
Wir freuen uns über jeden, der sich uns anschließt,
weil dann die Freude weiter sprießt.
Wer also Walzer, Rumba, Tango, Cha-Cha-Cha,
Foxtrott, Jive und gerne auch mal Salsa
tanzt, der komme gern zu unsrer Truppe:
Wir sind ‘ne flotte Oldie-Gruppe!


Herbstball 2026: Volle Tanzfläche und ein begeisterndes Show-Programm
Dr. Dirk Schneider

Die HipHop-Gruppe nach einem coolen Auftritt. 

Am 19. September 2026 verwandelte sich die festlich dekorierte Willi-Salzmann-Halle in Windecken einmal mehr in das gesellschaftliche und tänzerische Zentrum der Region. Der traditionsreiche Nidderauer Herbstball zog diesmal nicht nur einheimische Gäste an. Zahlreiche tanzaffine Paare des TVW, aber auch anderer Tanzclubs aus Frankfurt, Bad Soden, Bad Nauheim und aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis kamen nach Nidderau, um einen Abend voller Eleganz, Rhythmus und ansteckender Lebensfreude mit einem spektakulären Programm zu feiern.

Politischer Zuspruch und ein lebendiges Miteinander

Pünktlich um 20 Uhr eröffnete Falk Knoch aus dem Vorstand der Tanzabteilung des TV Windecken das Event. Neben den enthusiastischen Ballgästen hieß er namhafte Ehrengäste willkommen, darunter den Kreisbeigeordneten Otmar Wörner mit Gattin Lucia Wörner sowie den ehrenamtlichen Stadtrat Nidderaus, Phil Studebaker. Letzterer fand in seiner Ansprache lobende Worte für das Engagement des Vereins: Über seinen großartigen Veranstaltungscharakter bringe der Ball Menschen zusammen, stifte Gemeinschaft und mache die Stadt erst richtig lebendig.

Show-Highlights von HipHop bis Weltklasse-Latein

Das diesjährige Showprogramm spannte einen faszinierenden Bogen über verschiedene Tanzstile und Generationen. Den Auftakt machte erstmals die hauseigene HipHop-Gruppe des TV Windecken: Mit mehr als einem Dutzend junger Tänzerinnen und Tänzer zeigten sie dem Ballpublikum, wie viel Power und Dynamik in modernen urbanen Rhythmen steckt. „Es war ein tolles Erlebnis, endlich einmal einen Show-Act aus dem eigenen Verein zu erleben“, freute sich Helmut Hostert aus dem Vorstand der Tanzabteilung – dem dürften die zahlreich erschienenen Eltern sicher zustimmen. Und vielleicht entdeckt das eine oder andere Elternpaar ja auch noch das Interesse am Gesellschaftstanz …
Einen bewussten Kontrast lieferten die „Latin Ladies“, eine ausdrucksstarke Formation aus Maintal und Darmstadt, die mit einer sinnlichen, durchaus auch erotischen Hommage an das Moulin Rouge echtes Revue-Feeling auf das Parkett zauberte. Als Zugabe zeigten die Tänzerinnen noch einen kurzen Vorgeschmack auf ihre kommende Choreographie.
Pure Eleganz zeigten Birgit und Wolfgang Koschier vom Tanzclub Schwarz-Silber Frankfurt, die mit scheinbar schwebenden, perfekten Standardtänzen zu bekannten Filmmelodien beeindruckten. Früher unter den weltweit Top-20-Paaren und als Finalteilnehmer in Blackpool sowie bei der International Championship in London brauchten sie keine komplizierten Figurenfolgen. Auch in ihren Basics-Passagen bekam das Publikum einen Eindruck, wie scheinbar mühelos, stellenweise fast träumerisch Gesellschaftstanz von Profis wirken kann.
Das emotionale und sportliche Nonplusultra bildete der Auftritt des Equality-Latein-Duos Tatiana Karina-Wedrich und Julia Kunsek. Die beiden begannen erst mit über 40 mit dem Tanzsport – nicht mit dem Turniersport, sondern mit den ersten Tanzstunden überhaupt! In nur zwei Jahren als Tanzpaar konnten sie sich bereits als amtierende Welt- und Europameisterinnen an die Weltspitze tanzen. Mit ihrer sprühenden Leidenschaft für lateinamerikanische Musik faszinierten sie die Ballgäste mit dem vollen Spektrum der Lateintänze.
„Zu sehen, wie die Weltmeisterinnen Latein tanzen, war absolut inspirierend“, schwärmte ein Ballbesucher aus Bad Nauheim, selbst seit Jahren aktiver Tänzer. „Besonders die Geschichte, dass beide erst im reiferen Alter mit dem Tanzen angefangen haben, zeigt doch: Für die Leidenschaft auf dem Parkett ist es nie zu spät! Das motiviert ungemein für das eigene Training.“

Perfekt tanzbare Livemusik lockte alle aufs Parkett

Zwischen den hochkarätigen Vorführungen und der Ziehung der Tombola – hier waren unter anderem vier Paar Tanzschuhe zu gewinnen – gehörte die Tanzfläche ganz den Ballgästen. Die achtköpfige LTM-Band bestätigte ihre bekannte Qualität und bot allen Hobby- und Turniertänzern den perfekten Rhythmus. Mit einem exzellent abgestimmten Repertoire, das von klassischen Standard- und Lateintänzen über Salsa bis hin zu schwungvollem Discofox reichte, hielt die Band die Stimmung konstant auf dem Höchstpunkt. Dank gut tanzbarer Arrangements blieben die Tische bis weit nach Mitternacht wie leergefegt.
„Wir sind extra aus Bad Nauheim hergekommen, weil man heute selten so elegante Ballveranstaltungen mit großer Liveband für Tänzer findet“, erzählte eine Besucherin in einer kurzen Tanzpause. „Die LTM-Band spielt einen vollen Sound, die Atmosphäre in der Willi-Salzmann-Halle ist wunderbar familiär und das Niveau der Tänzer auf der Fläche ist toll. Wir kommen nächstes Jahr definitiv wieder!“

Vorfreude auf kommende Veranstaltungen

Als das Event um 1 Uhr nachts mit glücklichen Gesichtern ausklang, war die Bilanz des Abends eindeutig: Der Nidderauer Herbstball hat seinen Status als absoluter Pflichttermin im regionalen Tanzkalender eindrucksvoll untermauert. Der TV Windecken hat sich wieder als perfekter Gastgeber erwiesen. Weitere Veranstaltungen, ob traditionelle Bälle oder heiße Salsa-Partys, dürften also folgen.

Impressionen von der Tanzfläche



Gleich drei außergewöhnliche Graduierungserfolge unserer Kampfkünstler

Gleich drei außergewöhnliche Graduierungserfolge vermochten in diesem Sommer unsere Kampfkünstler zu erzielen. Der jüngste jemals in unserer Tradition des Wing Tsun Kuen verzeichnete 5. Schülergrad ist jetzt Martin (links im Bild). Er legte die Prüfung kurz nach seinem 11. Geburtstag ab. Sandra (Mitte) ist die Erste im ESCRIMA des TVW, die ebenfalls den 5. Schülergrad geschafft hat und nun wie Martin das graue T-Shirt der Fortgeschrittenen trägt. Unser Meister Konrad wiederum errang den finalen VII. Meistergrad in der Waffenkampfkunst.




Lasst sie klettern!
Dr. Petra Baier
Zwei Kleinkinder spielen auf einer blauen Matte, während eine betreuende Person im Hintergrund sitzt.

Körperbeherrschung und Selbstbewusstsein beim Eltern-Kind Turnen 

„Hach, sie sind doch noch so klein!“ - Ja, stimmt. Unsere Turner im Eltern-Kind Turnen sind kleiner als alle anderen im Verein. Aber: sie können schon ganz viel. Das beweisen sie jede Woche im Training.
Oft sieht man Eltern auf Spielplätzen, die ihre Kleinen mal eben dort hoch heben oder ganz schnell hier herunter. Für den Erwachsenen scheint es einfacher, das Kind wird damit aber klein gehalten. Es kann nicht entdecken, was es selbst schon kann. Niemand bleibt für allezeit ein Baby!
Um die Entwicklung der Kleinen zu fördern, ist es nötig, dass sie selbst aktiv werden. Ja, manches klappt nicht gleich und manches braucht lange, bis es funktioniert. Aber das stolze Strahlen in den Augen, wenn das Kind es selbst geschafft hat, wenn es sieht, dass es groß ist, das sollte es uns wert sein.
Körperbeherrschung und Risikobewusstsein sind Fähigkeiten, die einem Menschen das ganze Leben lang helfen. Den Grundstein dafür legt man im Eltern-Kind Turnen. Aus der Fähigkeit heraus, zu wissen, was man alles kann, erwächst ein gutes Selbstbewusstsein. Auch dies ist unverzichtbar – das ganze Leben lang.
Also: Lasst sie klettern und sich ausprobieren,. am besten in einer geschützten Umgebung wie dem Eltern-Kind Turnen!



Deutschland-Cup 2026
Jasmin Morick

Sophia, Svea, Sarah B. 

Der Deutschland-Cup im Gerätturnen war am Samstag, den 13. Juni 2026, in Waging am See. Turnerinnen aus ganz Deutschland traten in verschiedenen Altersklassen in der Leistungsklasse 1, dem höchsten bundesweiten Wettbewerb dieser Klasse, an. Mit dabei vom TV Windecken waren Svea Brocke, Sophia Weisenfeld und Sarah Blazek.
Am Tag davor begann für alle Familien die lange Anreise nach Bayern. In den Unterkünften angekommen, wurde kurz ausgepackt und sich dann zum gemeinsamen Abendessen getroffen.
Am Samstag startete Svea im 1. Durchgang der Altersklasse 12/13 bei ihrem ersten Deutschland-Cup. Los ging es mit einer beeindruckenden Lasershow, zu welcher die Turnerinnen einliefen. Svea startete am Stufenbarren und zeigte eine saubere Übung. Am Schwebebalken turnte sie souverän ihre Übung mit neuem B-Abgang, dennoch wurde ihre Drehung leider nicht anerkannt, was sie 0,7 Punkte kostete. Am Boden turnte sie fehlerfrei ihre Übung und erreichte die Tageshöchstwertung. Am Sprung wurde es nochmal kurz spannend, da ihr erster Versuch nicht gelang, aber zum Glück war der zweite viel besser. Svea erreichte Platz 7 bei ihrem ersten Deutschland-Cup.
Im zweiten Durchgang starteten Sophia und Sarah in der Altersklasse 16/17. Beide Mädels hatten einen guten Start am Barren und fanden so in den Wettkampf. Am Schwebebalken lief es diesmal leider nicht optimal. Drehungen und Verbindungen wurden nicht anerkannt und ein Sturz beim Salto kostete zu viele Punkte, um eine Top-10-Platzierung zu erreichen. Am Boden und Sprung liefen die Übungen jedoch sehr gut. Mit Platz 16 für Sophia und 24 für Sarah schlossen sie den Wettkampf ab.


Leistungsturnerinnen zeigen erneut ihr Können beim Mannschaftswettkampf
Jasmin Morick

Am 30. August starteten unsere vier Mannschaften beim 2. Wettkampf der Mannschaftsmeisterschaften. Mit guter Ausgangslage vom 1. Wettkampf wollten alle Mannschaften ihre Platzierungen bestätigen und sich die Qualifikation zum Regionalentscheid sichern. Dies gelang allen Teams, sodass sie mit großem Punkteabstand die Qualifikation erreichten, welche am 26. September vor heimischer Kulisse erfolgte.


Regionalentscheid vor heimischer Kulisse
Jasmin Morick

Am 26. und 27. September war die Turnabteilung des TV Windecken Ausrichter des Regionalentscheids, bei welchem die Qualifikation für das Hessische Landesfinale ausgeturnt wurde.
Los ging es am Freitag mit dem Gerätetransport und dem Aufbau in der Halle. Mit einem großen LKW und mehreren Anhängern wurden aus den Turnhallen in Ostheim und Windecken alle benötigten Geräte in die Turnhalle der Bertha-von-Suttner-Schule transportiert, die Wettkampffläche aufgebaut und die Theke eingerichtet. Dank der vielen Helfer war nach zweieinhalb Stunden alles erledigt, sodass unsere Turnerinnen ihr Abschlusstraining absolvieren konnten.
Am Samstagmorgen startete um 7.30 Uhr der erste Thekendienst, um die Verpflegung vorzubereiten, die Essenspenden entgegenzunehmen und alles Weitere zu organisieren. Um 9:30 Uhr begann der erste Durchgang mit unseren beiden LK4-Mannschaften mit Svea Brocke, Letizia Bulone, Malia Ciecior, Emily Ostheimer und Aileen Nowak. Unsere erste Mannschaft startete am Sprung und konnte souverän mit 4 Halb-rein-halb-raus-Sprüngen direkt punkten. Am Stufenbarren wurden den Mädchen nur wenige Zehntel abgezogen und auch am Balken konnten sie drei Übungen ohne Sturz in die Wertung miteinfließen lassen. Am Boden vermochten sie mit hochwertigen C-Sprüngen, einer D-Drehung und mit hohen Ausgangswertungen und sauberen Ausführungen zu punkten.
Unsere zweite Mannschaft mit Felizitas Leetz, Luca Schwarz, Emma Koch und Ella Bingel startete am Boden und durfte mit drei 13er-Wertungen definitiv zufrieden sein. Am Sprung schafften es drei Turnerinnen ebenfalls, einen Halb-rein-halb-raus-Sprung zu turnen, und am Barren liefen die Übungen auch flüssig durch. Nun kam der Balken und alle wussten, wenn hier die Übungen laufen, besteht die Chance, die Qualifikation zu schaffen. Luca ging als Erste ans Gerät und turnte souverän ohne Wackler ihre Übung durch. Dies beflügelte das ganze Team, sodass auch alle anderen drei Turnerinnen ihre Übungen schafften und das Team zufrieden den Wettkampf abschloss.
Bei der Siegerehrung jubelte die ganze Halle, denn mit Platz 1 und 2 erreichten beide Mannschaften die Qualifikation.
Im zweiten Durchgang startete unsere LK3-Mannschaft mit Sarah Scheuring, Jessica Kern, Elisa Treutel, Nadja Huneke, Mia Weiß und Hanna Brocke am Stufenbarren. Mit sauberen Übungen und kaum Abzügen gelang ihnen ein guter Start in den Wettkampf. Am Schwebebalken konnte Sarah deutlich mit der Tageshöchstwertung glänzen. Am Boden erreichte Elisa als einzige Turnerin eine 14er-Wertung und die anderen Mädels brachten je eine 13er-Wertung ein. Am Sprung konnte die Mannschaft gewohnte Leistungen zeigen und bei der Siegerehrung den Tagessieg erreichen.
Im letzten Durchgang startete unsere LK2-Mannschaft mit Sophie Werner, Lena Koffler, Luna Grösch, Lily Schmitt, Sarah Blazek und Sophia Weisenfeld. Kurzfristig sprang Sarah nach sechswöchiger gesundheitlicher Pause ein und zeigte einen soliden Sprung fürs Team. Am Stufenbarren konnten alle vier Übungen mit schönen Kontern geturnt werden. Am Schwebebalken wurden leider nicht alle Anforderungen anerkannt, dennoch konnten drei gute Punktzahlen erreicht werden. Sophia errang mit fast 14 Punkten deutlich die Tageshöchstwertung. Am Boden konnte Sophia mit ihrer 1,5-Schraube, Doppeldrehung und vielen hochwertigen Sprüngen überzeugen und mit 14,35 Punkten glänzen. Auch Sophie und Luna brachten jeweils eine hohe 13er-Wertung ein und das Team wurde mit dem Tagessieg für seine Leistung belohnt.
Damit haben sich alle vier Mannschaften für das Hessische Mannschaftsfinale qualifiziert.
Am zweiten Wettkampftag fanden die Wettkämpfe der Pflichtstufe statt, bei welcher wir keine Mannschaft in der Qualifikation stellten. Unser Thekenteam bewirtete dieGäste und am Nachmittag trafen sich alle Vereine, um die Geräte wieder zurückzutransportieren und die Halle aufzuräumen.

Malia, Emma, Emily, Ella, Letizia , Luca, Svea, Feli, Aileen

Elisa, Jessica, Mia, Hanna, Nadja, Sarah

Sophie, Sarah B, Sophia, Lena, Luna




Besser als die Profis - 4. interner Ninjasport-Wettkampf beim TV Windecken

Dr. Petra Baier

Fast 30 TVW-Ninjas stellten sich dieses Jahr der Herausforderung. Mit großen Erwartungen und etwas bangen Gesichtern betraten sie am Samstag, den 5. September, die Sporthalle der Grundschule Ostheim. Dort erwarteten die jungen Athleten in der ersten Hallenhälfte Spielstationen, der Wettkampf-Parcours war bereits im zweiten Hallenteil aufgebaut.
Um 9.30 Uhr ging es los. Nach einer Begrüßung durch den Vertreter des geschäftsführenden Vorstands Dr. Konrad Baier wurde der Parcours durch die Trainerin Petra noch einmal erklärt.
Bunt gemischt durch alle Altersklassen starteten dann nacheinander die Athleten. Über den 4-Sprung und eine Bank musste mit Hilfe der Ringe eine Weichmatte überquert werden. Wer Fehler machte, schied aus.
Nach einem kurzen Umbau mussten die TVW-Ninjas die zweite Herausforderung meistern, manche bereits außer Konkurrenz. Wieder machte der 4-Sprung den Anfang. Es folgte eine schmale, erhöhte Bank, bevor an den Ringen kurz gehangelt werden musste. Nun gab es ein Zeitlimit, das nicht überschritten werden durfte.
Schließlich stellten sich die Verbliebenen dem dritten und letzten Parcours. Hier galt es, schnell zu sein, denn es winkte ein Platz auf dem Treppchen für die drei jeder Altersgruppe, die am schnellsten am weitesten im Parcours kommen würden. Wieder bildete der 4-Sprung den Anfang, dann musste über zwei Reckstangen balanciert werden, bevor die Fähigkeiten beim ausdauernden Hangeln an den Ringen getestet wurden.
„Ihr habt hervorragende Leistungen gezeigt!“, lobte Konrad Baier, „Das war wie bei den Profis im Fernsehen!“
Es geht sogar noch besser: aufgrund eines Versehens wurden die Platzierungen von Marc Schilling und Mats Weber bei der Siegerehrung vertauscht. Doch Marc verzichtete freíwillig auf seinen zweiten Platz und gab ihn an Mats weiter. Daraus ergeben sich nun korrekt folgende Platzierungen auf dem Treppchen:

5-6 Jahre: 1. Emil Liepelt, 2. Lijan Schmidt, 3. Anna Zeh

7-8 Jahre: 1. Bela Pabst, 2. Mats Weber, 3. Marc Schilling

9-12 Jahre: 1. Hektor Büdel-Hartmann, 2. Leon Dax, 3. Elea Pistor


PnP@TVW

Eine Initiative zur vereinsweiten Vernetzung

Pen-&-Paper-Rollenspiele (PnP) sind kooperative Gesellschaftsspiele, bei denen eine Gruppe gemeinsam Abenteuer erlebt und Geschichten erschafft. Die Spieler schlüpfen in die Rollen erfundener Charaktere, während eine Spielleitung die Welt, ihre Bewohner und die Herausforderungen beschreibt. 

Die PnP@TVW INitiative möchte TVW-Mitglieder zusammenbringen, die Freude an Kreativität, Geschichten und gemeinsamer Freizeitgestaltung haben.
Unter dem Dach des Vereins können sich Interessierte austauschen, Spielrunden organisieren, neue Mitspieler kennenlernen und gemeinsam fantastische Abenteuer erleben. Dabei sind sowohl offene Vereinsveranstaltungen als auch private Spielgruppen willkommen.
PnP@TVW versteht sich als offene Plattform für das gesamte Hobby. Ob Fantasy, Science-Fiction, Mystery oder andere Genres – die Mitglieder entscheiden selbst, welche Geschichten sie erzählen möchten.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Sowohl erfahrene Rollenspieler als auch Neugierige, die das Hobby erstmals ausprobieren möchten, sind herzlich willkommen sich einzubringen.
Wer neugierig geworden ist, bereits Erfahrung mit Pen-&-Paper-Rollenspielen besitzt oder einfach einmal unverbindlich hineinschnuppern möchte, kann sich jederzeit per E-Mail an pnp@tv-windecken.de wenden. Das nächste große Abenteuer beginnt beim TV Windecken!


Zwischen Gold und Gegenwind
Marvin Müller

Auf gehts - über die 80-Meter-Hürden! 

An drei Wettkampf-Wochenenden war der TV Windecken bei den Hessischen Meisterschaften der Leichtathletik vertreten.
Den Anfang machten die Jungs der Altersklasse M14. Am 30. und 31. Mai fanden in Darmstadt die Hessischen Meisterschaften der Aktiven und Jugend U16 statt. An einem sonnigen Samstagmittag traten Niels Weeber und Lias Streisel im Sprint über 100 Meter an. Für Niels war es der erste offizielle Wettkampf über diese Distanz. Mit einer Zeit von 13,46 Sekunden machte er eine neue Wettkampferfahrung, schaffte es jedoch nicht, sich für den Zwischenlauf zu qualifizieren. Sein Freund Lias konnte direkt im ersten von drei Läufen mit einer Zeit von 12,34 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung erreichen. Im Finale verpasste er mit einem zeitlichen Abstand von sechs Hundertsteln zum Vordermann nur knapp eine Medaillenposition.
Was unsere Jungs wirklich draufhaben, sollte sich jedoch am zweiten Wettkampftag zeigen. Gerade mit dem Warm-up begonnen, erreichte uns eine Unwetterwarnung. Aus Sicherheitsgründen unterbrach der Veranstalter alle laufenden Wettbewerbe auf unbestimmte Zeit. Trotz der Ungewissheit, wann und vor allem ob der Wettkampf fortgeführt werden könnte, blieben unsere Athleten cool. Fast anderthalb Stunden plagten uns Regen, Blitz und Donner, bis wir wieder auf den Sportplatz konnten. Dann ging alles ganz schnell: Aufwärmen, Callroom und schon saßen die Jungs im Startblock. Mit zwei guten Läufen qualifizierten sich beide nicht nur für den Endlauf, sondern erreichten auch die Norm für die Süddeutschen Meisterschaften. Lias und Niels schafften es beide, im Finale ihre Zeiten nochmals zu verbessern. Mit 12,44 Sekunden über die Hürdendistanz von 80 Metern sicherte sich Niels Rang fünf. Einen phänomenalen Hessenmeistertitel erreichte Lias mit einer Zeit von 11,61 Sekunden!
Springen kann Lias. Das beweist sein Hessischer Hallenmeistertitel im Weitsprung aus der vergangenen Wintersaison. Nun wollte er sich im Dreisprung versuchen. Da diese Disziplin erst für die Altersklasse M15 angeboten wird, musste Lias „hoch starten“. Als jüngster Athlet im Feld legte er gleich im ersten Versuch mit einer gesprungenen Weite von 10,94 Metern vor. Doch hier sollte noch nicht Schluss sein. Gleich im zweiten Versuch, mit dem Rhythmus „Links-Links-Rechts“, legte Lias eine Weite von 11,67 Metern zurück. Dieses Ergebnis sicherte ihm einen weiteren Hessenmeistertitel. Ein ungültiger sechster, aber visuell noch weiterer Sprung zeigte, dass er sogar noch mehr Potenzial zum Entfalten hat und definitiv noch eine Zukunft im Dreisprung haben wird!
Am nächsten Wochenende, am 6. und 7. Juni, ging es für die Athletinnen Leonie Gauglitz und Ella Schubert sowie ihren Trainer Marvin Müller nach Fulda. Dort erfolgten die Hessischen Meisterschaften der Jugend U20 und U18. Im Sprint über 100 Meter konnte sich Leonie für den Finallauf qualifizieren. Dort verbesserte sie ihre Zeit um ganze 0,2 Sekunden. Mit einem Endergebnis von 12,89 Sekunden verfehlte sie nur knapp ihre persönliche Bestleistung. Im Hürdensprint wollte sich Leonie nun von ihrer besten Seite zeigen. Die 10 Hürden auf 100 Meter legte sie bereits einen Monat zuvor in Kassel zurück. Mit einer starken Zeit von 15,75 Sekunden kam sie als Dritte ihres Vorlaufs ins Ziel und verbesserte ihre Zeit aus Kassel. Dieses Ergebnis sicherte ihr auch das Ticket für das Finale. Trotz starken Gegenwinds sprintete Leonie ehrgeizig über die Hürden. Sie zeigte nicht nur eine saubere technische Ausführung, sondern auch einen sportlichen Kampfgeist. Mit einer nochmals verbesserten Zeit von 15,56 Sekunden sicherte sie sich souverän die Bronzemedaille!
Mit ihrem Hochsprungergebnis konnte sich Ella nicht zufriedengeben. Dafür wollte sie am Wettkampfsonntag doppelt so viel Energie in ihren Speer stecken. Seit einigen Monaten schon versuchte sie, die 40-Meter-Marke zu knacken. Gleich mit dem ersten Wurf erzielte Ella eine Weite, die sie sicher in den Endkampf bringen sollte. Aber mit 35 Metern fehlt noch ein gutes Stück zu ihrem Ziel. Für so einen Wurf braucht es neben Wurfkraft vor allem eine kontrollierte Technik. Nach dem rhythmischen Anlauf und einem Stemmschritt muss der 500-Gramm-Speer in einer peitschenden Bewegung abgeworfen werden. Und genau diesen Ablauf zeigte Ella in ihrem vierten Versuch. 40,66 Meter weit flog ihr Speer über den Rasen! Ein Top-Ergebnis, doch ihre Konkurrentin zog mit einer Weite von 42 Metern gleich nach. Aber unsere Windecker Athletin wollte sich noch nicht geschlagen geben. Direkt im nächsten Versuch katapultierte Ella das Wurfgerät auf eine Weite von 42,69 Metern. Diese phänomenale Leistung garantierte ihr den Hessenmeistertitel und die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften in Koblenz.
Bei den Hessenmeisterschaften im Blockmehrkampf müssen Athleten fünf fest zugeordnete Disziplinen aus einem „Block“ absolvieren. Am 13. und 14. Juni war dieser Wettkampf der Jugend U14 und U16 in Stadtallendorf. Die beiden Freunde Niels und Lias entschieden sich für die Schwerpunktsetzung „Sprint/Sprung“. Auch Maria Romano und Finn Petersen aus der Altersklasse U14 entschieden sich für „Sprint/Sprung“, statt „Wurf“ oder „Lauf“. Damit standen für alle folgende Disziplinen auf der Tagesordnung: 100-Meter-Sprint, Hürdensprint, Weitsprung, Speerwurf und Hochsprung.
Finn trat am Samstag der dritten Meisterschaftswoche als einziger unserer Athleten an und machte sich mit seiner Trainerin Beate Schubert auf den Weg nach Stadtallendorf. Für den Jüngsten der vier war es ein Wettkampf mit durchweg starken Leistungen. Trotz schwieriger Windverhältnisse konnte er in jeder der fünf Disziplinen eine persönliche Bestleistung aufstellen. Im 75-Meter-Sprint erreichte Finn mit genau 10,00 Sekunden die schnellste Zeit aus seinem Block. Mit einem Gesamtergebnis von 2.294 Punkten konnte er stolz eine Silbermedaille nach Hause bringen.
Auch Lias sicherte sich den zweiten Platz samt Silbermedaille. In allen fünf Disziplinen erzielte er solide Ergebnisse. Das anvisierte Ziel der Landeskader-Norm im Weitsprung von 5,80 Metern verfehlte er leider um 23 Zentimeter. Doch Lias möchte auch bei den kommenden Wettkämpfen weiter motiviert am Ball bleiben.
Mit zwei persönlichen Bestleistungen hatte auch Maria einen erfolgreichen Mehrkampf. Nach einem langen Wettkampftag und einer Verspätung im Zeitplan von fast zwei Stunden schaffte es Maria auch noch, um 18 Uhr eine Bestleistung zu werfen. 16,21 Meter beförderte sie den Speer über den Rasen.
Unter zwölf Athleten erreichte Niels den sechsten Platz. Gleich vier persönliche Bestleistungen erreichte er im Hürdensprint, Weit- und Hochsprung sowie im Speerwurf. Letzteres war definitiv sein Höhepunkt des Tages. Nach drei ungültigen Versuchen im letzten Wettkampf konnte Niels nun endlich sein Können beweisen. Mit geworfenen 32,99 Metern war er Disziplinenbester in seinem Block!
Vier Windecker Athleten erbrachten dieses Jahr starke Qualifikationsleistungen für die Süddeutschen Meisterschaften. Ella Schubert konnte im Speerwurf beweisen, dass sie es schafft, die 40-Meter-Marke konstant zu werfen. Dafür hat sich die Reise nach Koblenz gelohnt. Die Süddeutschen Meisterschaften der Aktiven und U18 fanden dort am 20. und 21. Juni statt. Mit einer Weite von 41,37 Metern verpasste sie nur haarscharf die Bronzemedaille. Für Leonie, Niels und Lias sollte es eine Woche später nach Kitzingen in Bayern gehen. Die Süddeutschen Meisterschaften der U20 und U16 waren für den 27. und 28. Juni angesetzt. Aufgrund der Hitzewarnung wurde der Wettkampf abgesagt. Frustriert, aber mit Verständnis für die Sicherheit der Athleten und Kampfrichter mussten unsere Sportler zu Hause bleiben.
Als Trainer und Verfasser dieses Artikels bin ich unglaublich stolz auf meine Athleten. Sie sind nicht nur hoch motiviert und leistungsstark, sondern gehen ihren Weg mit großer Freude und einer Begeisterung für die Leichtathletik. Ihr Teamgeist zeigt sich bei jedem Wettkampf aufs Neue: Sie feiern goldene Erfolge miteinander und unterstützen sich bei Gegenwind. Ich freue mich auf viele spannende Momente in der weiteren Saison.

Finn ist auf seinen ersten Vizemeistertitel zurecht enorm stolz.

Lias und Niels bei der Siegerehrung.

Niels, Maria und Lias bei den Hessischen Blockmeisterschaften.


Unschlagbare Leistungen der Windecker Jugend
Marvin Müller

Ella Schubert beim Speerwurf 

Vier Windecker Athleten kämpften am vierten Augustwochenende um Medaillen in Frankfurt-Niederrad. Während manche Wettkämpfer bei den Regionalmeisterschaften Rhein-Main einen sauberen Saisonabschluss erzielen wollten, nutzte Ella Schubert dieses Turnier als Vorbereitung für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften.
In Summe erzielte der TV Windecken am Bundes- und Landesstützpunkt für Leichtathletik acht Podiumspositionen. Dabei konnten sich unsere Athleten immer wieder gegen die Frankfurter Eintracht durchsetzen. Ella Schubert belegte drei erste Plätze: im Hürdenlauf, Weitsprung und Speerwurf. Dabei ging es ihr viel mehr um letzte Feinabstimmungen in Lauf-, Sprung- und Wurftechnik und ein erhöhtes Sicherheitsgefühl vor ihrem Siebenkampf in Hannover. Im Weitsprung ihrer Altersklasse wurde Leonie Gauglitz Regionalmeisterin, während sie im Hürdenlauf über 100 Meter den Vizemeistertitel erreichen konnte. Lias zeigte mit einer neuen persönlichen Bestleistung im Dreisprung, dass es für ihn weiter nach oben hinausgeht. Mit 12,38 Metern sicherte er sich den Vizemeistertitel. Auch im Weitsprung wurde er Zweiter. Einen Meistertitel erreichte er im Hürdenlauf.
Für das große Leichtathletik-Highlight des Jahres ging es für Ella am Mittag des 28. August auf die Reise nach Hannover. Mit großer Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf kamen Athletin, Eltern und Trainer am Erika-Fisch-Stadion an. Etwas Aufregung zeigte sich dann am Vorabend des ersten Wettkampftages.
Um kurz nach acht Uhr morgens auf dem Sportplatz angekommen, startete Ella ihr Warm-up für den Hürdenlauf – der ersten von sieben Disziplinen. Nach dem Startschuss ging es im Vollsprint über zehn Hürden. Mit einer starken Zeit von 15,19 Sekunden schaffte Ella einen guten Einstieg in den Wettkampf. Mit viel Elan ging es direkt weiter zum Hochsprung. Trotz sauberer Technik fehlte hier etwas Energie in den letzten Schritten des Anlaufs. Dagegen konnte Ella mehr Druck auf ihre 3-Kilogramm-Kugel beim Stoßen bringen. Ihre beste Weite erreichte sie gleich im ersten Versuch: 10,62 Meter. Die Punktejagd am Wettkampfsamstag endete mit dem 200-Meter-Sprint.
Trotz leichter Schmerzen in Oberschenkel und Rücken startete Ella frisch in den zweiten Tag. Der Weitsprung fand unter windigen Voraussetzungen statt. Im ersten Sprung konnte unsere Athletin gleich eine Weite von 5,15 Metern zurücklegen. Mit kleinen technischen Anpassungen nach dem zweiten Versuch wollte Ella für ihren letzten Sprung noch einmal alles geben. Der böige Rückenwind gab ihr viel Energie für einen schnellen Anlauf und drückte sie dabei über das Absprungbrett hinaus. Top-Sprung, aber leider ungültig. Zwischen den Disziplinen half die Physiotherapie bei der Regeneration, sowohl körperlich als auch mental. Eine von Ellas Stärken ist der Speerwurf. Hier konnte sie noch einmal gut Punkte für die Gesamtwertung sammeln. Mit geworfenen 37,98 Metern wurde sie in dieser Disziplin Neunte von noch 32 verbleibenden Konkurrentinnen. Die 800 Meter verlangten ihr zum Schluss noch einmal alles ab. Mit 4.443 Punkten erreichte Ella in der Endwertung den 23. Platz.
Für unsere Athletin waren diese Deutschen Meisterschaften ein bedeutender Wettkampf. Nächstes Jahr hat Ella die Chance, erneut in dieser Altersklasse anzutreten. Um ihre Leistungen noch weiter zu steigern, hat sie sich bereits neue Trainingsziele gesteckt. Damit geht sie entschlossen auf die kommende Wintersaison zu.

Trainer und Athletin bei den Deutschen Mehrkampf Meisterschaften



Windecker Wirbelsturm und Smilies jubeln zum Saisonabschluss
Beate Streisel

Darius beim Stabweitsprung 

Es ist schon fast Tradition: Der letzte Wettkampf der Kinderleichtathletik (Kila) einer Saison ist in Seligenstadt. Bei bestem Wetter freute sich das U10-Team „Windecker Wirbelsturm“ auf seinen Start und ging gut vorbereitet in den Wettkampf.
Zunächst stand die Hindernis-Sprintstaffel auf dem Programm. Wie die Blitze liefen die Kids fehlerfrei über die Hürden und sammelten damit die meisten Punkte aller Teams. Bei der nächsten Disziplin hieß es zunächst warten, da die vorherigen Mannschaften noch nicht fertig waren. Doch als der Windecker Wirbelsturm schließlich an der Reihe war, sorgten die Kinder für eine echte Überraschung: Was im Training noch nicht immer so gut geklappt hatte, funktionierte im Wettkampf umso besser. Viele Kinder konnten sich über persönliche Bestweiten und schließlich sogar über den Disziplinsieg freuen.
Auch im Schlagwurf mit dem Heuler erzielte das Team gute Ergebnisse. Vor der letzten Disziplin, dem Team-Biathlon, wurde es dann richtig spannend: Der Windecker Wirbelsturm lag punktgleich mit den Mühlheimer Geparden.
Das Team schickte seine sechs besten Kids ins Rennen – und Trainerin Beate Streisel konnte kaum glauben, was sie sah. Die lange Strecke wurde beinahe gesprintet und die Pylonen wurden zielsicher abgeworfen. Am Ende musste das Team tatsächlich nur eine einzige Strafrunde absolvieren. Der Windecker Wirbelsturm überquerte noch vor den Mühlheimer Geparden die Ziellinie.
Bei der Siegerehrung war die Freude entsprechend riesig: Der Windecker Wirbelsturm durfte sich über den 1. Platz und die Goldmedaille freuen.
Hochmotiviert ging anschließend auch das U12-Team „Die Smilies“ an den Start. Den Auftakt machte die 6x50-Meter-Staffel. Auch wenn die Wechsel nicht ganz perfekt gelangen, lief das Team blitzschnell als Zweites über die Ziellinie. Mit diesem tollen Ergebnis im Rücken ging es weiter zum Schlagwurf. Dort wollte der Stab allerdings nicht immer so weit fliegen, wie es sich die Kids gewünscht hätten.
Von Trainerin Kristine Ballo neu motiviert, nahmen die Smilies schnell die nächste Disziplin in Angriff. Wie schon dem U10-Team lag auch ihnen der Stabweitsprung. Mehrere Kinder erzielten persönliche Bestweiten und sammelten damit wertvolle Punkte für das Team. Auch bei der Hindernis-Sprintstaffel zeigten die Windecker ihr Können, überwanden die Hürden sicher und schnell und ließen einige Konkurrenten hinter sich.
Vor der Abschlussdisziplin waren dann alle besonders aufgeregt: Der 1.500-Meter-Stadioncross stand auf dem Programm. Die Eltern verteilten sich entlang der Strecke und feuerten die Kinder kräftig an. Erschöpft, aber glücklich, erreichten schließlich alle Teilnehmer das Ziel.
Bei Rindswurst, Kuchen und einer gekühlten Apfelschorle konnten sich alle schnell erholen und gespannt auf die Siegerehrung warten. Dort gab es erneut Grund zum Jubeln: Die Smilies wurden für ihre starke Leistung mit einem verdienten 3. Platz belohnt.
Herzlichen Glückwunsch an beide Teams sowie ihre Trainer zu diesem gelungenen Saisonabschluss!

Freude bei den Smilies über den 3. Platz

Greta und Benedict werden beim Team-Biathlon der U10 angefeuert.

Strahlende Gesichter des Wirbelsturms mit der Goldmedaille


Lauf mit – bleib fit! Der Lauftreff ehrt Ingo Weintraut mit Gedenklauf
Dr. Dirk Schneider

So motiviert Ingo auch weiterhin Läufer. 

Der Schock saß tief, als unser langjähriger Lauftreffleiter und Teamleiter Ausdauersport, Ingo Weintraut, am 26. November 2025 überraschend im Alter von 67 Jahren verstarb. Ein schwerer Schlag für den gesamten TV Windecken. Doch Ingo hätte nicht gewollt, dass wir den Kopf hängen lassen. Deshalb haben wir etwas von Ingos Tatkraft imitiert: An seinem Geburtstag, dem 19. August 2026, schnürten knapp 20 Mitglieder des Lauftreffs die Laufschuhe, um ihm ein sportliches Denkmal zu setzen – mit einem emotionalen Gedenklauf und -walk. Treffpunkt war natürlich der bekannte Parkplatz „Hirscheck“ im Nidderauer Wald zwischen Eichen und Ostheim. Genau dort, von wo Ingo viele Lauftreffs eingeläutet hatte. Wir alle kannten Ingo über Jahre hinweg als ständigen Motivator, permanenten Quell guter Laune und vor allem als persönlichen Freund.
Ich persönlich erinnere mich noch gut an meine ersten Kontakte zum Lauftreff und zum TV Windecken vor gut 15 Jahren. Ingo hatte sich unendlich viel Mühe gegeben, um meine maximale Laufstrecke von weniger als 5 Kilometern schrittweise zu erweitern. Aber nicht nur mir erging es so.
In der Startaufstellung wurden viele Anekdoten wach: „Ich weiß noch, wie Ingo uns selbst bei strömendem Regen im winterlichen Laufkarussell trotzdem gut gelaunt durch Heldenbergen angetrieben hat. Mit seiner Energie hat er einfach jeden mitgerissen“, schmunzelte eine Läuferin beim Warm-up. Ein anderer treuer Weggefährte fügte hinzu: „Ingo hat nie jemanden zurückgelassen. Egal, wie langsam man war, er passte das Tempo der leistungsorientierten Gruppen so an, dass am Ende alle gemeinsam und mit einem breiten Lächeln im Gesicht das Ziel erreichten.“
Vor dem Hintergrund dieser und vieler anderer persönlicher Erinnerungen war es völlig klar, dass wir an Ingos Geburtstag etwas auf die Beine stellen mussten. Nichts entsprach ihm mehr als ein gemeinsamer Lauf entlang der Strecken, die er selbst mitinitiiert und geprägt hatte. Als wir an diesem Augustabend die Runden absolvierten, war Ingo in unseren Gedanken und Gesprächen immer bei uns. Der Gedenklauf hat uns einmal mehr gezeigt, wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gruppe ist. Und mal sehen, vielleicht entwickelt sich in den kommenden Jahren aus diesem Event ja eine feste Institution. Ingos Spirit läuft auf jeden Fall weiter mit uns!

Mitglieder des Lauftreffs – der Wald erlaubt aber noch mehr Aktive



Gelungener Tagesausflug der TVW-Senioren: Von der Medienstadt Mainz auf den Neroberg
Rainer Schmalz

Am Montag, dem 15. Juni 2026, machten sich 49 Senioren des TV Windecken auf zu einem erlebnisreichen Tagesausflug. Bei bestem Sommerwetter stand der Tag ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Kultur und bester Stimmung.
Die Reise begann am Morgen an der Willi-Salzmann-Halle, wo die gut gelaunte Gruppe von einem Komfortbus des Unternehmens Schäfer Reisen erwartet wurde. Erstes Etappenziel war die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Dort stiegen die Ausflügler in den beliebten „Gutenberg-Express“ um. Während einer ausgiebigen Stadtrundfahrt durch die historische Altstadt und die moderne Neustadt erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die traditionsreiche Römer- und Medienstadt.
Ein besonderes Highlight wartete anschließend auf dem Lerchenberg: Die Reisegruppe besuchte das ZDF-Sendezentrum. Bei einer exklusiven Führung blickten die Teilnehmer hinter die Kulissen der bekannten Fernsehstudios und erlebten hautnah, wie Fernsehen gemacht wird. Dabei erfuhren sie auch, welche Abläufe im Hintergrund erforderlich sind und wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Programmauftrag erfüllt. Nach so vielen Eindrücken tat die Stärkung gut: Das gemeinsame Mittagessen nahmen die Senioren direkt in der ZDF-Kantine ein.
Am Nachmittag wurde die Fahrt in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden fortgesetzt. Dort wartete bereits das nächste Erlebnis: Die Fahrt mit der historischen, wasserlastgetriebenen Nerobergbahn hinauf auf den Neroberg. Oben angekommen, genossen die 49 Teilnehmer das herrliche Panorama. Die Freizeit auf dem Berg wurde vielseitig genutzt: Viele besichtigten die beeindruckende russisch-orthodoxe Kirche mit ihren goldenen Kuppeln, während andere bei einem Kaltgetränk in der Gaststätte verweilten oder entspannt spazieren gingen.
Am frühen Abend trat die Gruppe die Heimreise nach Nidderau an. Wohlbehalten und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck endete ein rundum perfekter Ausflug.
Ein besonderer Dank aller Teilnehmer galt den Mitgliedern des Ältestenrates für die super Organisation, die diesen reibungslosen und tollen Tag überhaupt erst möglich gemacht hat.


Seniorenausflug zum Edersee
Johanna Lowe

Bei bestem Ausflugswetter unternahmen die Senioren des TVW am 11. August 2026 einen erlebnisreichen Tagesausflug an den Edersee.
Erstes Ziel war die imposante Edertalsperre, eine der größten Staumauern Deutschlands. Im Rahmen von fachkundigen Führungen erfuhren wir viel über die Entstehung der Staumauer, sowie über die Bombardierung und ihre Folgen im Zweiten Weltkrieg.
Erwähnt wurde auch die große Bedeutung der Edertalsperre für den Schiffsverkehr auf der Weser, was beim damals aktuellen Füllstand von nur 16 Prozent sehr problematisch war. Aus diesem Grund wurde, um den Schiffsverkehr am Laufen zu halten, weniger Wasser an die Weser abgegeben.
Von der Staumauer aus konnten wir sehen, dass große Teile des früher überfluteten Bereichs derzeit trocken lagen. Aufgrund der immer noch andauernden Hitze sank der Pegel leider weiter.
Anschließend ging es in das Besucherzentrum zum Erlebnis „Mythos Edersee“. Dort wird die Geschichte der Region auf besondere Weise erzählt. Historische Bilder und animierte Videosequenzen nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart.
Nach den vielen Eindrücken stärkten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant „WERBETAL“  in gemütlicher Atmosphäre.
Frisch erholt ging es mit dem Bus zum hoch über dem See gelegenen Schloss Waldeck.
Hier konnte jeder nach Belieben die Außenanlage besichtigen.
Besonders der Blick über die Landschaft rund um den Edersee machte den Besuch lohnenswert. Von hier oben wird besonders deutlich, wie weit sich der Edersee durch das Tal erstreckt – und wie ungewöhnlich der niedrige Wasserstand an diesem Augusttag wirkte.
Den gelungenen Abschluss des Ausflugs bildete eine entspannte Schifffahrt auf dem Edersee. Vom Wasser aus bot sich ein herrlicher Blick auf die reizvolle Landschaft und die Teilnehmer konnten nochmals einen Blick auf die trockenen großen Sand- und Uferflächen werfen.
Mit vielen schönen Erinnerungen und guten Gesprächen traten wir am späten Nachmittag die Heimreise an. Der Ausflug war für alle Beteiligten ein rundum gelungenes Erlebnis.


Senioren des TV Windecken auf erlebnisreicher Fahrt nach Sinn und Braunfels
Johanna Lowe

Am 22. September 2026 unternahmen die Senioren des Turnvereins einen schönen und abwechslungsreichen Ausflug nach Sinn und Braunfels. Bei bestem Ausflugswetter erlebten die Teilnehmer einen interessanten und geselligen Tag mit vielen neuen Eindrücken. 
Erstes Ziel war die Glockengießerei Rincker in Sinn. Bei einer Führung erhielten die Besucher einen eindrucksvollen Einblick in die traditionelle Handwerkskunst des Glockengießens. Dabei erfuhren sie viel Wissenswertes über die Herstellung von Glocken und die besonderen Arbeitsschritte, die für den charakteristischen Klang einer Glocke notwendig sind. Besonders beeindruckend war es, die Herstellung und Bearbeitung der Glocken aus nächster Nähe zu erleben.
Nach diesen interessanten Eindrücken ging es zum gemeinsamen Mittagessen ins BeZett. Bei einem guten Essen in moderner Atmosphäre blieb im Anschluss ausreichend Zeit für die Besichtigung des angeschlossenen Wochenmarkts. Hier konnten verschiedene Produkte von kleinen Manufakturen und Einzelherstellern erworben werden.
Am Nachmittag stand mit dem Besuch des Schlosses Braunfels ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Bei einer Führung durch das historische Schloss konnten die Senioren in die Geschichte des Hauses eintauchen. Die prachtvollen Räume, die historische Ausstattung und die zahlreichen Geschichten rund um das Schloss machten die Führung zu einem besonderen Erlebnis.
Im Anschluss blieb noch genügend Zeit zur freien Verfügung. Die Ausflügler nutzten die Gelegenheit, Braunfels auf eigene Faust zu erkunden und/oder bei einem gemütlichen Kaffee und Kuchen den Nachmittag ausklingen zu lassen.
Am Ende des Tages waren sich alle einig: Der Ausflug hatte eine gelungene Mischung aus Kultur, Geschichte, Handwerk und Geselligkeit geboten. Mit vielen schönen Eindrücken und angeregten Gesprächen kehrten die Senioren am Abend wieder nach Hause zurück.